In die Höhe bauen

Wenn man offen fragt: 'Gibt es zuviele Leute in der Schweiz?' ist das reichlich ohne Anbindung an die anderen Fragen, die dazugehören. Man könnte genauso fragen: 'Wollt ihr, dass der Wohlstand eingefroren wird bzw. von nun an sinken wird?' (--> sprich: Weniger Gehalt). Das will kaum jemand, nicht der Banker und nicht die Putzfrau.
Wenn wir die Zersiedelung stoppen möchten (wofür ich eintrete) und weite Naturflecken erhalten möchten, dann müssen wir den Mut haben, in den Agglomerationen in die Höhe zu bauen. Dass dies funktioniert, und nicht automatisch eine Ghettoisierung mit sich zieht, wurde anderswo bewiesen. Es seien die Wohnbauprogramme von Singapur zur Ansicht empfohlen (Wohnkomplex Pinnacle@Duxton - Architekt: Khoo Pen Beng, staatl. Wohnbau). Man kann auch hohe Häuser mit Wohnqualität bauen und Stadtteile so aufwerten.
Eines der Probleme bei uns ist doch: Die Pendlerkosten sind nicht kostendeckend, deshalb lohnt es sich auch, die ganze Landschaft mit Einfamilienhäusern zu 'zersiedeln'. Sinnvoller wäre, dort zu wohnen, wo man auch arbeitet. Dann wäre der Aufwand für die verkehrstechnische Infrastruktur tiefer. Die Kompetenz, Bauland zu bestimmen, sollte in die Kompetenz der Kantone zurück gehen, und den Gemeinden entzogen werden: Dann würde gesamtheitlicher entschieden im Sinne der Allgemeinheit.

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