Von einem ehemaligen Islamisten

Maajid Nawaz, geboren in Essex England, wurde als Teenager von der extremistischen Islam Organisation Hizb ut-Tahrir rekrutiert. Über 10 Jahre half er Geld zu sammeln, gründete Ortsableger und verkündete fundamentalistisches Gedankengut. Als potenzieller Terrorist war er in drei Ländern auf der schwarzen Liste und landete wegen seiner politischen Aktivitäten vier Jahre in einem ägyptischen Gefängnis. Maajid verkörpert jenen islamistischen Fanatiker, vor dem wir so grosse Angst haben. Besser verkörperte.

Nach vier Jahren im Gefängnis merkte er, dass seine Arbeit gefährlich nahe am Faschismus war. Dass die Fundamentalisten des Islams und die Nationalisten in Europa und den USA mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist. Maajid konvertierte vom Islamisten zum Muslim.

Er ist eine charismatische Person und in seinem Ted-Speach hat er eine sehr überzeugende Erklärung, was im Moment passiert. Seine These lautet, dass die Fanatiker von links und rechts und aus dem Islam sich vom Nationalstaat emanzipieren und eine "Gedankencommunity" aufbauen. Leute, die in unterschiedlichen Ländern ähnliche Thesen vertreten und gegen unsere Demokratie und unsere liberale Gesellschaft kämpfen.

Er mahnt uns daran, dass wir Gesellschaftsliberalen (ob rechts oder links) uns nicht konsequent gegen das fundamentalistische Gedankengut wehren.
Ein absolut sehenswerter Talk: http://bit.ly/nPQTyy

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