Zersiedlung stoppen

Die Bevölkerung der Schweiz wächst kontinuierlich. Die 8 Millionen Grenze ist bald erreicht, innert 10 Jahren wuchs die Bevölkerung um 10%. Gleichzeitig steigen die m2 Wohnfläche pro Person. Damit werden die letzten Landstriche im Mittelland verbaut. Zwischen Basel und Zürich gibt es kaum noch grössere zusammenhängende Landschaften. Das Wirtschaftswachstum darf aber nicht nur mengenmässig erfolgen, ein nachhaltiges Wachstum erfolgt qualitativ. Ansonsten gehen uns die letzten Landreserven verloren. Unsere Lebensqualität würde dann sinken. Bereits heute wird pro Sekunde ein Quadratmeter Land verbaut. So kann es nicht weitergehen. Die Ursachen an dieser Bauwut sind teilweise international bestimmt (globales Bevölkerungswachstum, tiefe Zinsen), teilweise aber auch hausgemacht (unkoordinierte Raumplanung, falsche Anreizsetzung). Die Lösung heisst einerseits verdichtetes Bauen in und um die Zentren, andererseits eine koordinierte Raumplanung schaffen. Beides ist aber nur eingeschränkt möglich, solange jede Gemeinde ihre Umzonungen praktisch eigenständig und ohne Absprache mit der Nachbarsgemeinde vollziehen kann. Als Nationalrat werde ich mich dafür einsetzen, dass die Raumplanung regional koordiniert wird. Eine verdichtete Bauweise ist unausweichlich, um das Bevölkerungswachstum zu absorbieren. Will man eine Stabilisierung der Bevölkerung und kein verdichtetes Bauen, dann wäre diesbezüglich eine Grundsatzdiskussion dringend nötig – denn dann können wir nicht ewig so weiterwachsen (sowohl bezüglich unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, als auch bezüglich den Anzahl Menschen in unserem Land). Diese Diskussion wird heute jedoch nicht geführt (wenn etwas gesagt wird, ist es nur rassistisch motiviert), man schaut weg – ich werde dies in Bundesbern zur Sprache bringen.

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