Politik auf dem Schachbrett

Als ich kürzlich über die Politik mit ihren Parteien und deren Ausrichtung nachdachte stellte ich fest, dass man das ganze Rambazamba mit einer Partie Schach oder besser gesagt mit den einzelnen Figuren charakterisieren kann. Beispiele mit den vier stärksten Parteien der Schweiz.

Nehmen wir als erstes mal die Bauern. Sie sind die Mehrheit auf dem Schachbrett. Ganz klar dass diese die SVP darstellt. Sie sind zwar in der Menge gross, doch können einzeln nicht viel bewirken. Ihre Züge sind geradeaus oder diagonal den Gegner beseitigen. Dass sie stur sind und nicht einen Rückzieher machen oder zurückweichen ist bekannt. Als nächstes die Dame, welche ganz klar die CVP verkörpert. Es gibt sie nur einmal, (analog Bundesrat) und geht in alle Richtungen. Einmal in Richtung Atomausstieg, ein anderes Mal in Richtung Fami-lienpolitik, etc. etc. Nun folgt der Turm (wir sprechen nicht vom schwarzen Block). Die Linken können zwar so viele Schritte machen wie sie möchten, jedoch nicht diagonal. Für mich wirkt dass, als ob sie nicht Kompromisse eingehen können und man an eine Wand spricht. Natür-lich darf die FDP auch nicht fehlen. Obwohl dass jetzt sehr komisch klingt, glaube ich die FDP hat die Rolle des Königs. Er spielt die Schlüsselrolle, denn vergessen wir nicht dass die Liberalen seit Gründung des Staates sehr dominant waren. Erstens kann der König bekannt-lich nur einen Zug machen, d.h. nur ein Feld vor oder zurück Fahren in jede Richtung. In letzter Zeit war sich die FDP nie wirklich sicher über ihre politischen Positionen und schickte ihren König mal gerade aus, mal auf die Seite, mal diagonal. Aber immer ohne genaues Ziel oder ohne Plan. Durch die Uneinigkeit machte man immer nur einen Schritt und konnte so kein Ziel verfolgen oder sogar erreichen. Zweitens versucht jede Schachfigur den König zu besiegen. Von der Linke hagelt es Kritik und von den bürgerlichen Parteien hagelt es Kritik. Wenn die FDP nicht eine klare Linie fährt und sich auf ein Ziel stützt, wissen wir ja, was pas-siert wenn der König geschlagen wird. Nehmen Sie den letzten Satz nicht so ernst, spielen Sie viel Schach und bilden Sie sich selber eine Meinung über die verschiedenen Charaktere in der Politik. Wenn Sie in einer Partei sind, darf die Selbstkritik nicht fehlen.

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