Armut in der Schweiz ist ein Skandal!

In der Schweiz verfügen 3 % der privaten Steuerpflichtigen über gleichviel steuerbares Nettovermögen wie die übrigen 97 %. Gleichzeitig können laut Caritas rund eine Million Menschen ihre Existenz nicht aus eigener Kraft sichern und etwa 250 000 Kinder leben in armen Haushalten. Das ist ein Skandal. Es braucht deshalb eine Steuerpolitik, die den sozialen Ausgleich garantiert. Und die Mindestlohn-Initiative ist die richtige Antwort auf den Lohndruck. Jüngste Forschungen zeigen, dass Mindestlöhne zu höheren Gehältern und mehr Beschäftigung führen, weil marktmächtige Firmen die Löhne nicht mehr unbegrenzt drücken können. Und die Forderung nach Mindestlöhnen ist nichts Exotisches. In Europa sind Mindestlohnregelungen verbreitet. 20 von 27 EU-Staaten kennen eine gesetzliche untere Lohngrenze. Bei einer Umsetzung der Mindestlohn-Initiative müssten rund 11% der Löhne per Gesetz angehoben werden. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn wird es nicht mehr möglich sein, in der Schweiz zu einem Lohn von 10, 12 oder 15 Franken pro Stunde zu arbeiten.

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