Politische Bildung in der Schweiz: Wir machen eindeutig zu wenig!

In der heutigen Zeit, in der Stimm- und Wahlbeteiligungen von 30-50% herrschen, sollte man sich allmählich dafür interessieren, warum denn das so ist. Eine Möglichkeit ist sicher das Desinteresse bei einzelnen Bürgern, welches durch die politischen Geplänkel der Parteien sicher nicht verbessert wird. Jedoch sollte man sich auch mal überlegen, ob dieses Desinteresse nicht davon stammt, dass man zu wenig über die aktuellen Themen und die politische Struktur der Schweiz weiss. Und das beginnt schon in der Schule.

Während in den Kantonsschulen einiges mehr für die politische Bildung der Schülern getan wird, versinken die Schüler der Sekundarschule im politischem Unwissen. Es würden zwar Fächern wie Lebenskunde bestehen, in denen man gut solche Themen behandeln könnte, jedoch ist das jedem Lehrer freigestellt. Und dass die Lehrer dieses Thema gerne ignorieren, ist auch kein Geheimnis. Denn es ist mit sehr viel Arbeit verbunden.

Eine Lösung für dieses Problem wäre eine Fachstunde in der Woche "Politische Bildung" oder "Staatskunde" ab der Oberstufe. In diesen Stunden könnte man aktuelle Themenen behandeln, Schüler diskutieren lassen und die politische Struktur der Schweiz nicht nur trocken lehren. Man könnte Lehrpersonen dafür einsetzen, die in diesem Bereich ausgebildet wurden und keinen partei-politischen Einfluss auf die Schüler ausüben.

Ich bin überzeugt, dass sich Jugendliche mehr für Politik und das aktuelle Tagesgeschehen interessieren würden, wenn sie mehr darüber wüssten. So würde sich das Desinteresse nicht bis ins Erwachsenenalter ziehen und dadurch die Stimmbeteiligung senken. Darum setze ich mich für eine Staatskundestunde in der Oberstufe ein.

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