In mehreren Städten Europas, darunter auch London und Wien, ist es bereits möglich: Motorradfahrerinnen und -fahrer dürfen die Busspuren mitbenützen.

Um die immer knapper werdende Verkehrsfläche effizienter zu nutzen hat Baden im Oktober 2008 ein Pilotversuch eingeführt, bei dem Motorrädern erlaubt ist, die Busspuren auf zwei bestimmten Strassen zu nutzen. Initiiert wurde das Projekt von der IG Motorrad. Man erhoffte sich durch die Entlastung der normalen Fahrspur eine Verflüssigung des Verkehrs und eine effizientere Nutzung der Verkehrsfläche. Dazu sollte das Unfallrisiko gesenkt werden, da die leichter zu übersehenden Motorräder vom Normalverkehr getrennt ist.
In Grossbritannien ist es in vielen Städten, darunter Bristol, Bath und sogar London, weit verbreitet, dass Motorräder die Busspuren mitbenutzen dürfen. In Wien hat man in der bisher kurzen Zeit nur gute Erfahrungen gemacht. Sogar die EU empfiehlt zur Förderung des Motorradverkehrs in Städten Busspuren zu öffnen.
Die Vorteile von Motorrädern und Rollern für den Individualverkehr in der Stadt sind offensichtlich: Sie kosten viel weniger als ein Auto (Anschaffung, Verbrauch, Unterhalt etc.), verursachen weniger Verkehrsstaus und sind praktischer bei der Parkplatzsuche, bei der man nur ein Bruchteil des Platzes eines Autos braucht.
Die Befürchtung, Motorräder würden die Linienbusse behindern, ist unbegründet. Im Gegensatz zu haltenden Taxis oder langsam fahrenden Velos sind Motorräder kein Hindernis für den Linienverkehr.
In Baden sind im Rahmen des ursprünglichen Pilotprojekts keine Grösseren Zwischenfälle bekannt geworden und die Reaktionen waren durchwegs positiv, so dass das anfängliche Pilotprojekt nun definitiv ist.

Wann ziehen weitere Städten und Kantone nach?

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