2000 Watt-Idee – gerüstet für den Atomausstieg !?

Die Stadtzuger Bevölkerung hat am 15. Mai für die 2000-Watt Gesellschaft ein Ja in die Urne gelegt und sich damit verpflichtet, die drei Schlüsselziele

  • Reduktion des Energiebedarfs auf 2000 Watt Dauerleistung pro Kopf
  • Reduktion des CO2-Ausstosses auf 1 Tonne pro Kopf
  • die globale Gerechtigkeit beim Energieverbrauch

zu verfolgen und langfristig zu erfüllen.

Der Atomausstiegsentscheid des Bundesrates fordert nun das ganze Land zum Umdenken. Ob der Ausstieg aus der Atomenergie oder die 2000 Watt-Gesellschaft nun die einzigen Lösungen zum richtigen Zeitpunkt sind, darüber kann und wird diskutiert. Dass ein Umdenken in Sachen Energieproduktion und Energieverbrauch angebracht ist, ist jedoch unbestritten.

Es stellt sich nun die Frage, ob wir in Zug mit der 2000 Watt-Idee das richtige Werkzeug für die Zukunft haben. Den momentanen Diskussionen über mittelfristige Alternativen zu Atomstrom (Gaskraftwerke) zufolge, nicht. Denn diese mittelfristigen Lösungen ziehen einen markant erhöhten CO2 Ausstoss mit sich. Aus 2000 Watt-Sicht ein eigentlicher Rückschritt vom Atomkraftwerk.

Der Atomausstieg darf nicht zum Ersatz einer potenziell gefährlichen mit einer dreckigen Energiequelle verkommen. Ganz speziell in der Schweiz muss ein solcher Entscheid viel mehr Potenzial freisetzen.

Der Schweizer Wirtschaftsplatz bietet optimale Rahmenbedingungen zur Erforschung und Weiterentwicklung nachhaltiger Energiequellen. Allerdings sind gezielte Förderungen vonnöten. Wie der Staat Gebäudesanierungen mit dem Klimarappen unterstützt hat, müssen nun saubere Technologien rasch und unkompliziert gefördert werden. Dazu benötigt der Bund eine Strategie mit konkreten Massnahmen die zur CO2-neutralen, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft führen.

Diese und zukünftige Herausforderungen muss die Schweiz, ganz speziell Politik und Wirtschaft, selbstsicher angehen. Denn wir haben allen Grund dazu...

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