Der Atomausstieg mit der geplanten Energieerhöhung treibt die Rentner vollends in die Armut.

Gemäss NGOs (Caritas, etc.) leben 20% der Schweizer Bevölkerung in Armut oder am Rande des Existenzminimums. Darunter fällt ein nicht unbeträchtlicher Teil auf AHV- und IV-Rentner, die auf Ergänzungsleistungen (EL) angewiesen sind. Nach Abzug aller unvermeidbaren Auslagen (Miete, Krankenkasse, Steuern, Strom, Mietnebenkosten, etc.) verbleiben Ihnen heute maximal Fr. 800.— im Monat zum leben. Bezüger von ELs sind vom Bezug von Sozialhilfeunterstützung ausgeschlossen. Diese dürfen sich gem. Gesetz eine Wohnung in der Höhe von max. Fr. 1‘000.— leisten. Es sind also Wohnungen mit von durch die Vermieter hereingestellten bekannten Stromfressern wie alten Haushaltgeräten und Elektroboilern (Warmwasser) in älteren (dunklen) und unisolierten Gebäuden. Kein Vermieter wird dies ändern, solange der Strom von den Mietern bezahlt werden muss. Bekannt ist, dass eine Verdoppelung des Strompreises weitere 30% der Bevölkerung an den Rande des Existenzminimums (EM) oder in die Armut drängen wird. Wie hoch dieser Anteil bei einer 2,5fachen Erhöhung (die wahrscheinlichste Variante) oder gar einer Umwandlung der MWSt in eine Energiesteuer (GLP) sein wird, ist (mir) nicht bekannt. Betrachtet man die Tatsache, dass die linken Parteien den seit Jahren von den bürgerlichen Parteien betriebenen Sozialabbau nicht stoppen konnten ist offenkundig, dass der Ausstieg aus der Atomenergie insbesondere die Rentner sehr schwer treffen wird. Sie werden sich deshalb mit aller Kraft gegen die vom Nationalrat getroffenen Entscheide wehren.

7 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.