Die Diskussion über "die wahren Schweizer Werte" ist sehr gewagt. Man erinnert sich dabei nämlich auch an wirklich Unappetitliches.

Der Diskussionstitel "die wahren Schweizer Werte" ist sehr gewagt. Man erinnert sich an:

  • die Schweizer & das Nazigold (wer hatte damals eigentilch am meisten von dieser Politik profitiert - wohl kaum das gemeine Volk, oder?)
  • die Schweizer & der "J"-Stempel (klar, Nazideutschland war stark und man wollte sich nicht mit Hitler anlegen, trotzdem...)
  • die Schweizer Banken & das Apartheidregime von Südafrika (während internationalen Sanktionen)
  • der Schweizer Nachrichtendienst & das Apartheidregime von Südafrika (während internationalen Sanktionen)
  • der Schweizer Nachrichtendienst & der Fichenskandal
  • die Schweizer Banken & Steuerhinterziehung International, Inc.
  • die Schweizer Banken & systematischer Steuerbetrug in den USA
  • das Schweizer Steuerdumping zulasten der Nachbarstaaten
  • die Schweizer & die mit Steuerdegression oder Pauschalbesteuerung wärmstens willkommenen superreichen Ausländer
  • die Schweizer, die British National Party & vier Minarette...
  • die Schweizer, die NPD & die schwarzen Schafe...
  • die Schweizer & der Flughafenstreit Zürich-Kloten

u. v. m.

Irgendwie igitt, oder? Die "wahren Schweizer Werte" scheinen vereinzelt doch recht braune, extrem kapitalistisch und/oder sozialdarwinistische Züge zu haben.

Die Schweizer & die Menschenrechte in diversen Bereichen:

  • die Schweizer & und die administrativ Versorgten (bis Anfang 80er Jahre)
  • die Schweizer & die Zwangssterilisierten
  • die Schweizer & die nicht ratifizierten Zusatzprotokolle der EMRK
  • die Schweizer & die Entschädigung von durch den Staat Geschädigten (administrativ Versorgte, Zwangssterilisierte, u. v. m.)
  • die Schweizer & die Kinderrechte (aktuelle Problematik: Kindesentfremdung von Elternteilen, i. d. R. vom Vater)

u. v. m.

Gibt es ausser Direktdemokratie, Raclette und Fondue irgend etwas WIRKLICH nennenswertes, das für dieses Land und sein Volk und für die Werte dieses Volks spricht? Oder überwiegt noch heute die in einer gewissen Bauernschläue begründete, rosinenpickerische und kompromisslos auf Profitmaximierung gedrillte Mentalität? Und worin ist eigentich begründet, dass mancherorts das Bild der "Schweizer Gnome" kursiert?

Als ob es nicht schon genug Scherbenhaufen aus der Vergangenheit in Ordnung zu bringen gäbe ("unfinished business"), zeigt man sich experimentierfreudig und richtet neue an: ein höchst fragwürdiges psychologisches Experiment an lebenden Menschen, auf Kosten der Kinder, staatliche Sexualerziehung im Kindergarten ab vier Jahren...

Die wahren Schweizer Werte:

Dass dieses Humanexperiment im Kanton Basel an Kindern durchgeführt wird, wird kaum daran liegen, dass die Basler mit ihren Pharmagiganten gegenüber ehtisch womöglich fragwürdigen medizinischen Experimenten an Menschen aufgeschlossener sind als die Bürgerinnen und Bürger anderer Kantone und auch nicht daran, dass Basler generell anders ticken. Woran liegt es also, dass Eltern immer weniger zugetraut wird und der Staat sich bevormundend zwischen sie und die Kinder drängt? Besonders progressiv ist der Kindergartensexualunterricht nämlich nicht - er entmachtet einfach die Eltern und ersetzt diese durch sogenannte "Experten" im Bereich der Kleinkinderziehung. Staatskinder? Geknebelte Eltern? NEIN DANKE!

Dass Basel in diesem Experiment federführend ist, wird vermutlich daran daran liegen, dass die SVP im Kanton Basel zu schwach ist, als dass sie solche fragwürdigen und gefährlichen Studien an lebenden Subjekten (Kindern!) stoppen könnte. Ob sie tatenlos zusehen wird, wie solcher Experimental-Kindergartenunterricht schweizweit eingeführt wird?
Hätte ich als betroffenes Elternteil die Möglichkeit, würde ich mein Kind umgehend aus einem solchen Basler Experimental-Kindergarten nehmen und, falls erforderlich, den Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegen.

2 Kommentare


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