Die bestehenden Regelungen sind ausreichend: 1. Der Handel hält sich freiwillig an Altersfreigaben 2. Extreme menschenverachtende Gewaltdarstellung ist verboten

Die grossen Spielehersteller unterwerfen sich freiwillig einer Alterseinstufung durch PEGI. Der Handel hält sich an diese Beschränkung und kontrolliert Ausweise. Bereits bei Filmen hat sich die freiwillige Selbstkontrolle (FSK) bewährt. Eine weitere gesetzliche Regelung braucht es nicht.

Für besonders abartige Spiele gibt es StGB §135 http://www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a135.html, der alle Arten von Medien betrifft. Verboten sind explizit: «Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände oder Vorführungen, die, ohne schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert zu haben, grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere eindringlich darstellen und dabei die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen.»

Mehr braucht es nicht. Der Aktionismus gewisser Fundamentalisten, die meinen über Medienzensur eine heile Welt erreichen zu können, ist vollkommen fehl am Platz.

Wenn wir ein Gewaltproblem haben, dann muss man dieses bei den gesellschaftlichen Wurzeln packen: Lehrer und Familien im Umgang mit schwierigen Jugendlichen unterstützen, Probleme erkennen und psychologische Betreuung anbieten. Damit verhindert man nicht nur Verzweiflungs- und Gewalttaten, man gibt den betroffenen Jugendlichen neue Perspektiven und Chancen ihr Leben zu verbessern. Profitieren wird davon die ganze Gesellschaft, während dieser unsinnige Kreuzzug gegen Computerspiele kein einziges Problem löst.

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