In der Migrationspolitik haben sich in den letzten Jahrzehnten Probleme gesammelt und angestaut, die heutige und künftige Generationen auszubaden haben.

In der Migrationspolitik haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Probleme gesammelt und angestaut. Es sind dies Probleme, die die gegenwärtigen und künftigen Generationen auszubaden haben.

Mit dem EU-Abkommen über die Personenfreizügigkeit hat man kein Problem gelöst sondern diverse neue Probleme geschaffen. Zeit zum Handeln also! Denn nebst allen anderen Problemen, die heute produziert werden, werden künftige Generationen auch die Probleme einer verfehlten, ignoranten Migrationspolitik auszulöffeln haben.

Gehen Sie auf die Strasse und hören Sie sich um: der neue Dialekt, den sie da und dort etwa auf Zürichs Strassen oder auch in den ländlichen Gebieten der Zürcher Agglomeration aus jugendlichen Mündern vernehmen, hat zwar noch keinen offiziellen Namen. Aber Sie wissen, von welchem "Dialekt" ich spreche: vor zehn, zwanzig Jahren schon hätte man ihn noch demselben Kanton zugerechnet, der damals die Telefonvorwahl 079 für sich gepachtet zu haben schien. Erinnern Sie sich?
Gehen Sie davon aus, dass dieser Neudialekt, der unbestrittenerweise an den öffentlichen Schulen um sich greift, an diesen verbreitet wird und inzwischen problemlos von vollbürtigen Schweizer Kindern gesprochen wird, in zehn, zwanzig Jahren konkret krasser Alltagsdialekt sein wird, womöglich sogar schweizweit alle anderen Dialekte bedrohen wird. Denn man hört ihn heute trotz aller Integrationsbemühungen nicht seltener als damals. Eine Integrationsfrage also? Zu beheben mit Gratis-Deutschkursen für Migranten- und Migrantenkinder?

Vor rund 40 Jahren schon sah ein Teil der Eidgenossen eine Welle der Überfremdung das Land überrollen. Die Überfremdungsinitiative, welche die Anzahl ausländischer Staatsangehöriger in der Schweiz auf 10% limitiert hätte, wurde vom Volk aber abgelehnt - heute weist die Schweiz europaweit den höchsten Ausländeranteil von mindestens rund 25% auf. Die Bevölkerung der Schweiz hat von 7 Millionen, die man uns vor zwanzig Jahren an der Schule vermittelte, sprunghaft auf 8-9 Millionen zugenommen und nähert sich Prognosen zufolge in nächster Zukunft der magischen 10-Millionen-Grenze an. Ob und wie ein solch sprunghafter Bevölkerungszuwachs in zwei Jahrzehnten ohne gravierende langfristige Nebenwirkungen möglich sein soll, bleibt abzuwarten und zu diskutieren.
Ein Beispiel nur: Zur Zeit werden jedenfalls wieder Wohnungsnot und unbezahlbare Mieten zum Problem für Schweizer Individuen und Schweizer Familien. Sie fliehen aus Städten wie Zürich in die Agglomeration, weil es nur noch dort bezahlbaren Wohnraum gibt, besonders für Familien; sie freuen sich gewiss alle auf die Preisaufschläge der SBB, wenn sie zur Arbeit oder Schule pendeln müssen, und auf von Ausländern verstopfte Autobahnen. Denken Sie an die Sozialämter, die alle mit überproportional vertretenen Angehörigen ausländischer Staaten überfordert sind.

Nicht dass das Thema seit den Zeiten Schwarzenbachs untergegangen wäre. Es gab unterschiedliche Ansätze, die Ausländerflut zu kanalisieren, in Auffangbecken oder in Rückflusskanäle umzuleiten. Bis auf die Ansätze in den letzten zehn Jahren scheiterten jedoch viele dieser voraussichtigen Versuche. So wollte man etwa vor zehn bis zwanzig Jahren den Ausländeranteil wenigstens auf 20% beschränken, wenn ich mich richtig erinnere. Wie die Schwarzenbach-Initiative scheiterte auch diese Vorlage. Heute leben wir mit einem Anteil von mindestens 25% Ausländern, bald werden es 30% sein und ebenso bald werden 10 Millionen Menschen in der Schweiz leben.

Hat man also heute den Dreck für eine verfehlte Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte? Was werden unsere Kinder sagen, die den Dialekt ihrer Eltern vielleicht nicht mehr sprechen? Oder ist dieses multikulturelle Klima gut für Menschen und ganz besonders die Wirtschaft und deren Primärnutzniesser?

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