Wer auswählt, sich für eine Variante entscheidet, diskriminiert das nicht gewählte.

Was heisst "diskriminieren"? Der Begriff ist ein Einfallstor für Dogmen und Vorurteile aller Art. Wir urteilen und unterscheiden dauernd und nennen dann jene Urteile, die nicht mit unseren übereinstimmen Diskriminierung. Wer sich für einen Ehepartner entscheidet, diskriminiert alle andern, die er nicht wählt. Dasselbe gilt bei jeder politischen Wahl. Wählen und entscheiden heisst faktisch die Nichtgewählten diskriminieren.

Sodann gilt das Förderungsparadox. Wer A, B und C fördert, aber D bis Z nicht, benachteiligt alles zwischen D und Z. Selbst wenn es gute Gründe für die Förderung von A, B und C gäbe, ist die Gefahr, dass zwischen D und Z originellere, kreativere und damit „förderungswürdigere“ Lösungsansätze vorhanden sind, ziemlich wahrscheinlich. Fazit: Förderung verzerrt den Wettbewerb und verschlechtert die Chance, dass sich die beste Lösung durchsetzten kann. Auch Förderung diskriminiert.

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