Föderalistische Strukturen ja. Aber wir sollen trotzdem bereit sein, historische Grenzziehung zu überdenken und der alltäglichen Situation anzupassen.

Ich kann nicht für verschiedene Regionen in der Schweiz schreiben und denke in keiner Weise an ein Vier-Kanton-Modell.

Doch als im Fricktal wohnhafter Aargauer mutet die Grenzziehung meines Kantons manchmal schon etwas willkürlich an: Die Jurakette und die damit verbundene nur bedingt gute Verkehrsanbindung südwärts führt dazu, dass sehr viele Bereich des Alltags nördlich des Juras im Grossraum Basel stattfinden: Arbeit, Schule, Einkaufen, unterwegs sein, u.a.m.. Ein Grossraum, in den vier Kantone reinragen und deshalb in vielen Bereichen ein politisches Wirrwarr ist: Solothurn, Basellandschaft, Baselstadt, Aargau.

Die Kantonshauptstadt Aarau ist für viele Einwohner vergessen weit weg und gänzlich unbekannt. Steuern haben mit dem Arbeitsort nichts zu tun und über die Verkehrsinfrastruktur, die ich täglich brauche, kann ich nicht mitentscheiden (und wird von andern Kantonen bezahlt). Ein thematisches und ideologisches Netzwerk ist vorhanden, doch nützt dieses kaum, da die Bruchteile des Netzwerkes in den einzelnen Kantonen zu klein ist, als dass sie in Bern Gehör finden würden.
Ein Kanton Nordwestschweiz (mit dem Jurazug als logische Grenze) würde dem nördlichen Eingangstor zur Schweiz das Gewicht geben, das es eigentlich haben müsste. Ideen, Strukturen, Schulferien können dort erarbeitet werden, wo sie gebraucht werden. Und Entscheide würden von Leuten gefällt, die die Region auch wirklich kennen.

Ein Kanton Nordwestschweiz würde vieles vereinfachen, Kosten sparen, Lösungen für vorhandene Probleme bieten und der Entwicklung der Region als Ganzes nach innen und aussen gut tun.

0 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


zurück zum Seitenanfang