Schweiz als Teil einer EuroMetro wäre wünschenswert. SwissMetro ist Unsinn!

Meiner Meinung nach ist die Schweiz flächenmässig zu begrenzt für eine effiziente Nutzung einer unterirdischen Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Vielmehr wäre die immer mal wieder angesprochene Vision einer EuroMetro überlegenswert, unter Umständen auch überirdisch agierend.

In einer Zeit, in welcher immer mehr Menschen auf kurze Städtetrips ins Ausland verreisen, sei es geschäftlich oder privat, böte ein mitteleuropäisches Hochgeschwindigkeitsnetz eine energieeffiziente, zeitsparende Alternative zum Flugzeug.

Lange Wartezeiten vor dem Abflug und nach der Ankunft am Flughafen entfielen, der Flugverkehr auf der Kurzstrecke würde verringert, was auch der flughafennahen Bevölkerung zugute kommen würde.

600km/h sind doppelt so schnell wie der französische TGV und nur wenig langsamer als ein modernes Verkehrsflugzeug.

Ein solches Mammutprojekt müsste allerdings gründlich auf ein günstiges Kosten/Nutzen-Verhältnis geprüft werden und für den Normalverbraucher erschwinglich bleiben.

Gerade das wäre in der Schweiz nicht gegeben.
Ich gehe davon aus, dass die Tickets für die Swissmetro massiv teurer sein würden als die SBB Intercityverbindungen.

Für ein Retourticket von Zürich nach Bern bezahlt man schon heute 94 Franken (47 mit Halbtax), und ich persönlich würde nicht das doppelte für 40 Minuten Zeitersparnis hinblättern, womit ich auch sicherlich nicht alleine da stehe.

Da man die normalen Schnellzüge zwischen den Städten zudem nicht abschaffen könnte, entstünde ein doppelter Energieverbrauch bei einer wahrscheinlich nur bescheidenen totalen Zunahme der Passagierzahlen.

Ist das wirtschaftlich?

Schliesslich gebe ich zu, ein passionierter Zugfahrer zu sein.
Gewisse Strecken ausgenommen, liebe ich es, stundenlang aus dem Fenster zu schauen, im bequemen Sessel zu dösen oder die Zugfahrt zum Arbeiten zu nützen.

Im Rahmen einer EuroMetro wäre ich jedoch durchaus für Haltestellen in der Schweiz, in Zürich und Bern sowie an den Granzbahnhöfen Basel (mit Anbindung nach Paris, Strasbourg-Luxembourg-Brüssel und München) und Genf (mit Anbindung nach Lyon-Marseille und Paris).

Die Alpendurchquerung einer Euro- oder Swissmetro wäre utopisch, da die Schweiz mit der NEAT schon ein solches Projekt verfolgt und das Geld für noch ein Tunnel nicht reichen würde.

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