Erziehung nicht an den Staat delegieren!

Mal abgesehen von Auswirkungen der Frustration und Aggression durch Einschränkungen und Verbote sind viele Probleme eine Frage von Erziehung und Anstand. «Littering» gehört da ebenso dazu, wie Vandalismus oder Schlägereien anzetteln. Das haben die Themen gemeinsam, auch wenn, wie Michael H richtig schreibt, sie sonst nichts miteinander zu tun haben.

Hier sind die Eltern gefragt, die ihre Kinder zu erziehen haben. Man sollte viel mehr die Eltern in die Pflicht nehmen.

Eine Erziehung über die Schule ist nur sehr eingeschränkt möglich, Erziehung beginnt viel früher und ist oft nicht explizit, sondern die Kinder passen sich dem Umfeld an, das die Eltern ihnen bieten und gucken ab, was die Eltern vorleben. Eltern, die selbst Probleme haben, sind alles andere als gute Vorbilder.

Eltern sollen viel mehr die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen müssen und auch zur Rechenschaft gezogen werden, wenn aus den Kindern nichts wird.

Ganz falsch ist es aber, einfach das Strafrecht zu verschärfen, neue und höhere Strafen einzuführen und neue Verbote auszusprechen. Damit führt man die ganze Gesellschaft auf den falschen Weg. Es ist nicht Sache des Staates, seine Bürger zu erziehen.

Wer Kinder kriegt, soll wissen, dass er damit eine grosse Verantwortung übernimmt und soll auch verpflichtet werden, diese zu übernehmen und die Konsequenzen tragen müssen, wenn er versagt. Im Gegenzug dazu soll der Staat ein breites Angebot an Hilfsmöglichkeiten für überforderte Eltern bereit stellen (solche Hilfsangebote sind allerdings schon weitgehend verfügbar).

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