Als Mutter möchte ich nicht nur entscheiden können, OB ich meine Kinder extern betreuen lassen möchte, sondern auch WO und WIE. -> JA zu Betreuungsgutscheinen.

Aus der Sicht der Eltern gibt zwei zentrale Punkte, wenn sie ihre Kinder familienextern betreuen lassen wollen:
- Quantität resp. Finanzierbarkeit
- Qualität resp. bedürfnisgerechte Plätze

In Bezug auf Quantität und Finanzierbarkeit stellen sich 3 Fragen:
- Sind genügend Plätze vorhanden?
- Können die Kita-Kosten aus dem Gesamtbudget beglichen werden?
- Lohnt es sich, für den Wenigerverdienenden (meist die Mutter) zu arbeiten?

Ob die bestehenden Plätze den Bedürfnissen der Eltern und Kinder gerecht werden, hängt von vielen Faktoren ab, die von Familie zu Familie unterschiedlich gewichtet werden:
- Qualität s.s.: Betreuungsverhältnis, Konstanz, Infrastruktur wie Garten,etc.;
- Pädagogisches Konzept entspricht den Vorstellungen;
- Öffnungszeiten;
- Lage (Nähe Wohnort oder Arbeitsort);
- Begleitung der Kindergartenkinder in den Kindergarten;
- Berücksichtigung individueller Bedürfnisse, Flexibilität ;
- Möglichkeiten, das Angebot zu beeinflussen -> „Serviceorientierung der Kita“

Wenn z.B. alle subventionierten Kitas nicht bereit sind, ein Kind im Kindergarten Steinhölzli abzuholen, ist das bestehende Angebot definitiv NICHT BEDÜRFNISGERECHT.

Aus Sicht betroffener Eltern (v.a. für Frauen mit vernünftig verdienenden Männern) ist festzustellen,
- dass die heutige Situation betreffend Quantität eine Katastrophe ist;

  • dass die Bilanz zur heutigen Situation betreffend Qualität und Abdeckung der Bedürfnisse durch subventionierte Kitas, durchzogen ist.

Kita-Initiative: Pro
- es gibt keine Anhaltspunkte, dass das Angebot die Bedürfnisse der Eltern besser abdecken wird als es heute der Fall ist - solange die Stadt neue Kinder zuteilt, sind unzufriedene Eltern nicht sehr problematisch für die Kitas;
- der Einfluss der Eltern auf das Angebot ist gering (nur OB sie ihre Kinder betreuen lassen wollen, aber nicht WO und WIE);
- dass aus der Sicht eines Steuerzahlers die Kita-Initiative unausgegoren ist (unnötige Überkapazitäten, Unterstützung von Eltern, die gar keine familieexterne Betreuung brauchen).

Gegenvorschlag: Pro

  •   qualitatives Problem ziemlich sicher entschärft, denn die Kitas müssen die Bedürfnisse der Eltern besser berücksichtigen, sonst laufen sie davon (vgl. Luzern), 
    
  • Eltern können auch bestimmen, WO und WIE sie ihre Kinder betreuen lassen wollen.

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